Spaß und Nervenkitzel im Flowtrail Stromberg

Spaß und Nervenkitzel im Flowtrail Stromberg

Mountainbiken ist die große Leidenschaft von Jutta Kleeberg. Sie war maßgeblich an der Erfolgsgeschichte Flowtrail Stromberg beteiligt. Zum Saisonbeginn 2019 stellt sie die neuen Strecken vor.

Seit ihrem Umzug nach Stromberg fühlt sich Jutta Kleeberg mit der Stadt und deren Schindeldorf derart verbunden, dass sie den Aufschwung, der gerade vom Flowtrail ausgeht, auch für den Stromberger Fremdenverkehr und den Einzelhandel nutzen möchte. Sport- und Freizeitmöglichkeiten wie der Flowtrail seien auch geeignet, neue Bürger für die Stadt und die Verbandsgemeinde zu gewinnen.

Jutta, die sich wie alle Mountainbiker schnell auf ein DU verständigt, blickt zurück in die Zeit, als 2008 das erste Tourismuskonzept der Verbandsgemeinde erstellt wurde: „Da war die Idee noch nicht konkret, aber der Grundstein war gelegt. Ich hätte damals gerne ein paar Singletrails gehabt, so heißen die Spaßbringer für Mountainbike-Fahrer als Alternative zu den kilometerlangen Forstpisten.“ Ein paar kleine Trails gab es zu dieser Zeit schon.

Meine Kinder wollten damals schon lieber etwas abenteuerlichere Strecken mit vielen Kurven fahren, die mit Wurzel durchsetzt sind. Da entstand die Idee, das Projekt Flowtrail Stromberg aufzubauen und touristisch zu nutzen. Dass es den Flowtrail später einmal in seiner jetzigen Form geben könnte, das war mir damals noch gar nicht bewusst. „Das ist so erst durch Hilfe von außen entstanden.“

Sie habe nur den Impuls gegeben, durch interessante Mountainbike-Strecken Tourismus nach Stromberg zu holen, erklärt sie bescheiden. „Neben den Gästen wollte ich auch Kinder und Jugendliche weg vom Computer in den Wald locken.“

Von Stadt- und Verbandsgemeinderat wurde dieses Vorhaben positiv aufgenommen, bevor die Strecke geplant, gebaut und freigegeben werden konnte.

Nervenkitzel: Der Flowtrail Stromberg

„Thomas Kleinjohann, der Bundesvorsitzende der Deutschen Initiative Mountainbike (DIMB), lebte damals in Ingelheim und hat uns in der Anfangszeit sehr geholfen – vor allem beim Einholen der Genehmigungen. Er brachte auch die Idee eines flowigen Trails auf, bei dem durch Mitnehmen des Schwungs noch mehr Fahrspaß aufkommt. Der Rundkurs wurde durch die DIMB zertifiziert und in der Fachpresse vorgestellt. Wir gelten noch immer als Vorreiter für viele andere Flowtrails“, stellt Jutta stolz fest.

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Die Frage, ob sie die fast artistische Sportart nicht für gefährlich hält, beantwortet Jutta fast lakonisch: „Hausarbeit ist für mich gefährlicher.“ Das mag auch an der Schutzkleidung liegen, die bei Handschuhen beginnt, bis hin zu Protektoren für Rücken, Ellbogen und Schienbein geht.

Als einer von der DIMB ausgebildeter Trainer schult Jutta viele Kinder, die sich für den Sport mit den geländegängigen Fahrrädern begeistern. „Deren Begeisterung überträgt sich oft auch auf die Eltern, wenn diese ihre Kinder zum Training bringen oder später wieder abholen.“

Neue Tourentrails durch den Vital & Sportpark Michels Land

Jutta engagiert sich gerade sehr intensiv dafür, den bestehenden Flowtrail um attraktive Tourentrails in unterschiedlichen Längen zu erweitern. „Das ermöglicht spannende und abwechslungsreiche Mountainbike-Touren mit phantastischen Aussichtspunkten“, berichtet sie aus dem Kreis der Initiatoren. „Zudem entstehen dadurch neue Verbindungen und Brücken zu benachbarten Regionen wie zum Beispiel der Idarkopf. Dort soll ab Frühjahr 2019 ein Bikepark gebaut werden. „Dann könnten wir Stromberg als das Tor zur Bikeregion Hochwald-Hunsrück etablieren. Da sind schon Gespräche mit dem Bürgermeister der VG Rhaunen erfolgt.“

Jutta ist fest davon überzeugt, dass der Flowtrail und die geplanten neuen Tourentrails viele Bikefreunde und deren Familien anziehen werden. Das stärkt den Tourismus und beflügelt damit auch das Leben in der Stadt und Verbandsgemeinde.

Selbst wettkampferprobte Profis geben Bestnoten für unseren Flowtrail. Und mit den neuen Touren über 20, 30 und 60 km kommt auch der Ausdauersport nicht zu kurz.

Jutta Kleeberg, leidenschaftliche Mountainbikerin und Initiatorin der Stromberger Flowtrails

Flowtrail Lexikon

Flowtrails sind eigens für Mountainbiker angelegte Wege. Sie entstehen durch Neuanlage oder Modifizierung eines geeigneten vorhandenen Weges.

Flowtrails brauchen keine hohen Berge und keine langen Abfahrten, sondern nur ein kupiertes Gelände, in das sie ihre Kurven gefühlvoll einschmiegen können.

Der Bau ist maschinell oder in Handarbeit kostengünstig durch Vereine und ehrenamtliches Engagement der Mitglieder zu realisieren.

Das Stromberger Flowtrail-Konzept orientiert sich in weiten Teilen am Flow Country Trail-Konzept der International Mountain Bicycling Association (IMBA). Das Konzept wurde durch die Deutsche Initiative Mountainbike e.V. (DIMB) modifiziert und auf deutsche Verhältnisse zugeschnitten. Dabei nehmen die Streckenlage und der Streckenverlauf eine zentrale Rolle ein.

Der wellige Streckenverlauf eines guten Flowtrails lässt Achterbahn-Feeling aufkommen und die vielen spielerischen Elemente, die auch ohne exzellente Fahr- oder Sprungtechnik gemeistert werden können, zaubern Tourenbikern bis Freeridern ein breites Grinsen in die Gesichter.

(Text und Fotos: Norbert Krupp, KruppPRESSE, Wöllstein)

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