Ins Heimatmuseum Stromberg darf man eintauchen

Ins Heimatmuseum Stromberg darf man eintauchen

Marianne Wilbert freut sich, wenn Sie Gästen oder Strombergern in ihrem Heimatmuseum Geschichte(n) erzählen darf. Immer lebendig und spannend. Mit viel Lust auf mehr.

Heimatmuseen gibt es viele. Alle beschäftigen sich mit der Geschichte einer Gemeinde oder einer Region, alle lassen in die Vergangenheit blicken und bringen dabei Erstaunliches zutage. Das ist auch in Stromberg so.

Das Heimatmuseum Stromberg in der Gerbereistraße ist aber ein ganz besonderes Kleinod. Eines, das von und mit den drei Frauen lebt, die es seit der Gründung in den 1980er Jahren führten: Erst Lieselotte Brendel, danach Maria Wilbert und nach deren Tod Marianne Wilbert.

Marianne Wilbert lebt seit über 40 Jahren in Stromberg. Sie übernahm im Frühjahr 2017 das Heimatmuseum und führt das Haus seitdem allein und nahezu in Eigenregie. Sie liebt und lebt ihr Museum und seine Sammlungen, bei deren Zusammentragen und Erstellung sie bereits einen gehörigen Teil beitragen durfte. „Denn eigentlich habe ich schon immer hier im Museum mitgemacht“, blickt sie zurück. Kompetenz, Sachverstand und enormes Detailwissen sind eine Seite. Bei Marianne Wilbert kommen noch die charmante Art hinzu, mit der sie ihr Wissen teilt, und ihre Leidenschaft. Sie interessiert sich, und versteht es, ähnlich wie bei den Stadtführungen ihr eigenes Interesse an den Ausstellungsstücken mit anderen zu teilen.

Es sprudelt nur so aus ihr heraus, wenn sie über die Geschichte ihrer Heimat erzählen darf. Ihre Begeisterung springt direkt auf den Besucher über. Marianne Wilbert weiß einfach über fast jedes Objekt etwas zu erzählen. Spannend, eindringlich und gut verständlich, mit viel Lust auf mehr. Der Besucher klebt an ihren Lippen, die Zeit im Museum vergeht mit ihr als fachkundige Führerin wie im Flug. Kaum zu glauben, welche Schätze das Haus beherbergt und welche immer noch neu hinzukommen. Neueste Errungenschaft: Die voll funktionsfähige „Mutteruhr“ aus dem ehemaligen Stromberger Kurhaus, mit der dort früher alle weiteren Uhren verbunden waren.

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Stadtgeschichte und alte Wohnkultur

Die beiden Schwerpunkte der Sammlungen, Stadtgeschichte und alles, was mit alter Wohnkultur zu tun hat, zeigt Marianne Wilbert gern, ob Gästen oder Strombergern. Sie weiß genau, dass in ihrem Museum jeder etwas für sich finden kann, dass keiner ohne persönlichen intellektuellen Gewinn das Haus verlässt. Hier präsentiert sie ihre Heimat und deren Geschichte. Von der Keltenzeit geht die Reise im Burgenzimmer über den Mosaikboden aus „Stromberger Marmor“, der aus der Burgruine auf dem Pfarrköpfchen stammt, weiter bis ins 20. Jahrhundert.

Marianne Wilbert füllt beim Rundgang nicht nur die einzelnen Zimmer mit Leben aus. Sie lässt im Plaudern die Jahrhunderte direkt vor Augen treten, sie regt die Phantasie an, lässt die Ausstellungsstücke sprechen, überzeugt durch ihr Wissen und schafft es, dass der Gast gerne bleibt und mit mehr Eindrücken nach Hause geht, als Stromberg und die Nachbargemeinden ausschließlich mit dem Deutschen Michel zu verbinden.

Das Heimatmuseum Stromberg hilft, die Region aufzuwerten. Marianne Wilbert steht dazu: „Wenn ich von etwas überzeugt bin und es selbst vorlebe, dann kommt es auch bei den Gästen an. Das Museum an sich ist schon etwas Besonderes. Mit engagierten Frauen wie früher Lieselotte Brendel und Maria Wilbert sowie heute Marianne Wilbert erst recht!

Öffnungszeiten Heimatmuseum Stromberg:

Das Heimatmuseum Stromberg hat für Sie 2019 an folgenden Sonntagen geöffnet (jeweils von 14.30 – 16.00 Uhr)

Sonntag 10.03.
Sonntag 14.04.
Sonntag 12.05.
Sonntag 02.06.
Sonntag 11.08.
Sonntag 08.09.
Sonntag 13.10.
Sonntag 10.10.

Bei Anfragen zu Sonderführungen oder Veranstaltungen wenden Sie sich bitte an die Tourist Info Stromberg, Tel. 06724/274

Übrigens: Im Museum können auch Trauungen vollzogen werden!

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